Auf Glas gehämmert
eine neue Werkserie
Im Herbst 2024 stieß ich eher zufällig im Netz auf Arbeiten des Schweizer Glaskünstlers Simon Berger und war sofort geflashed. Diese besondere Art, Glas nicht nur als Material, sondern als Bildträger zu nutzen, faszinierte mich vom ersten Moment an. Die Idee, mit gezielten Hammerschlägen Strukturen, Lichtspiele und Tiefe in eine ansonsten glatte Oberfläche zu bringen, ließ mich nicht mehr los.
In den folgenden Wochen begann ich, mich intensiv mit dieser Technik auseinanderzusetzen:
mit dem völlig neuen „Malgrund“ Glas, der Beschaffung, den Möglichkeiten des Aufstellens und Aufhängens, dem Hinterlegen von Farben und dem bewussten Entwickeln von Kontrasten. Zugleich wurde mir rasch klar, dass dieser Prozess ganz eigene Herausforderungen mit sich bringt. Das Hämmern auf Glas erzeugt einen beträchtlichen Lärm – ohne Hörschutz geht es nicht. Jeder Schlag birgt die Gefahr feiner oder größerer Glassplitter, weshalb Schutzbrille und Handschuhe unverzichtbar sind. Beim Arbeiten entsteht zudem feines Glasmehl, das in der Luft schwebt; eine Maske schützt davor, es einzuatmen und nicht zuletzt müssen auch die Hände durch Lederhandschuhe vor den spitzen Glasabsplitterungen geschützt werden.
Doch nicht nur der Entstehungsprozess hat seine Tücken – auch die fotografische Wiedergabe verlangt Fingerspitzengefühl. Glas reflektiert jede Lichtquelle, jede Bewegung im Raum, jeden Schatten. Die richtige Position, ein kontrolliertes Licht und der passende Hintergrund sind entscheidend, um die filigranen Strukturen und Brüche sichtbar zu machen. Für die präzise Gestaltung dieser Hintergründe mit dem für meine Arbeiten charakteristischen Streifen habe ich einen erfahrenen Partner an meiner Seite: Peter Mungenast von der Fa. Mags Gerstgrasser setzt meine Vorstellungen perfekt um.
Trotz – oder vielleicht gerade wegen – dieser Herausforderungen entstanden meine ersten eigenen Glasarbeiten: jedes Stück ein Spiel aus Licht, Fragmentierung und Form. Ein paar davon habe ich schließlich auf Facebook veröffentlicht, wo es spannende Reaktionen hervorriefen.
Mit „Auf Glas gehämmert“ öffne ich nun eine neue Werkserie, die sich fernab traditioneller Malerei bewegt und dennoch tief mit meinem bisherigen Schaffen verbunden ist: experimentell, direkt, kraftvoll – und stets mit Respekt vor dem faszinierenden, aber fragilen Material.
Ich lade euch ein, diese neue Welt zwischen Zerbrechlichkeit und Ausdrucksstärke in der folgenden Galerie zu entdecken. Manche der gezeigten Werke sind noch käuflich erwerbbar – bei Interesse freue ich mich über eine Anfrage. Gerne nehme ich auch Aufträge entgegen und setze individuelle Wünsche in meiner persönlichen Handschrift um.
Landeck, Thial, auf Glas gehämmert, 33×77 cm (2026)
Steinadler im Flug, auf Glas gehämmert, 50×80 cm (2026)
Haflinger, auf Glas gehämmert, 50×80 cm (2026)
„… der für uns …“, auf Glas gehämmert, 25×25 cm (2026)
Wolf, auf Glas gehämmert, 25×25 cm * (2026)
Steinadler, auf Glas gehämmert, 25×25 cm (2026)
